Wir leben in aufregenden Zeiten!

 

Alles scheint in Bewegung zu sein.

 

Stabile Orte verändern sich mehr oder weniger dramatisch.

Haltungen und Strukturen in Partnerschaften und Familien, in der Arbeitswelt, im Leben der Gesellschaft, in der Politik, in den Religionen sind in einen grundlegenden Veränderungsprozess

geraten.

 

Gleichzeitig scheint es ein wachsendes Bedürfnis nach weiterhin stabilen Orten zu geben. Es gibt Spannungen, Auseinandersetzungen, Konflikte, Kriege bei der Suche nach alten und neuen Sicherheiten. Wir sind verunsichert, empfinden Angst und manchmal auch Panik angesichts dieser Bewegungen. Es gibt zunehmend die Erfahrung, dass niemand sich diesen Bewegungen entziehen kann. Es gibt keinen Fluchtort. Alle müssen plötzlich in einer heftig bewegten Welt schwimmen lernen.

 

Viele Menschen klagen darüber. Aber offenbar ist es nicht das ersten Mal in der Geschichte, dass Menschen diese Erfahrungen machen. Hier in Europa haben wir diese Erfahrungen aus der Vergangenheit abgehakt und als erledigt, als verarbeitet abgelegt. Es gibt nur noch die Alten, die noch etwas von der letzten Zeitenwende in und zwischen den Weltkriegen miterlebt haben. Die Jungen kennen meistens nur die bereinigten Erzählungen über diese Zeit.

 

Das ist einerseits ein Nachteil für die Jungen. Sie können nicht auf alte gesicherte Erfahrungen zurückgreifen. Das kann die Unsicherheiten und Ängste verstärken.

Es kann sich aber auch als Vorteil erweisen, wenn die alten Mechanismen gar nicht erst zur Verfügung stehen. In dieser neuen Zeitenwende zeichnet sich wie bei allen großen Zeitenwenden in der Vergangenheit ab, dass alte Regeln, Strukturen, Denkweisen und Gewohnheiten in der neuen Zeit nicht mehr so richtig passen.

 

Es zeigt sich zunehmend, dass die Veränderungsprozesse alle Ebenen mehr oder weniger erfassen, den einzelnen Menschen und sein privates Umfeld, die wirtschaftlichen und sozialen Organisationen und die gesellschaftlichen und politischen Strukturen. Auf allen diesen Ebenen werden sich neue, bisher unbekannte Lösungen für die Zukunft entwickelt müssen. Auf allen diesen Ebenen wird die Welt anders werden. Die Theorie von den Lebenden Systemen spricht hier von einem transformatorischen Prozess.

 

Wir leben in einer Zeit, in der es wieder einmal die große Chance gibt, alles neu zu gestalten. Wir müssen nicht mehr über die überkommenen Mängel klagen, es bieten sich mehr denn je in der jüngeren Zeit die Möglichkeiten, es anders zu machen. Deshalb haben wir allen Grund, die Entwicklungen positiv zu betrachten und uns zuversichtlich an die Arbeit zu machen.

 

In dieser Zeit gewinnt die Psychologie und die Systemische Sichtweise an Relevanz und Bedeutung. Die Komplexität der Systeme in unserer Welt hat auf allen Ebenen zugenommen. Viele Menschen haben Schwierigkeiten, mit dieser Komplexität konstruktiv umzugehen. Sie spüren die Veränderungen in den Haltungen, Werten und Strukturen und sind verunsichert. Manche empfinden Angst oder flüchten in Inaktivität, andere suchen einen Weg zu den alten sicheren Wahrheiten. Die Menschen versuchen sich neu zu orientieren angesichts der Veränderungen.

 

Dabei kann Ihnen die Psychologie und die Systemische Sichtweise eine wertvolle Hilfe sein.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein gutes und erfolgreiches Jahr 2018.

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Zeitenwende