Chefs können ihre Mitarbeiter viel leichter demotivieren als motivieren.

Die Motivation von Mitarbeitern kann durch Führung nur geringfügig verbessert, aber sehr stark verschlechtert werden.

Die Quelle der Motivation für eine Aufgabe steckt im Mitarbeiter selbst, sie kommt von innen aus seiner Persönlichkeit. Psychologen nennen das die intrinsische Motivation. Wenn ein Mitarbeiter nicht intrinsisch motiviert ist, können Motivationsversuche von außen daran kaum etwas ändern. Die intrinsische Motivation ist umso stärker, je mehr der Mensch selbst gestalten kann. Das Bedürfnis nach eigener Gestaltung ist eine der stärksten Antriebskräfte für das menschliche Verhalten.

Führungskräfte können Motivation leichter abbauen als aufbauen. Geeignete Maßnahmen dafür eine Demotivation sind:

-          Dem Mitarbeiter Aufgaben geben, die nicht zu ihm passen,

-          ihn vorwiegend kontrollieren und ihm wenig zutrauen,

-          eine kritische Haltung zu ihm einnehmen und ihn wenig anerkennen,

-          ihn zu einer Motivation „überreden“ oder antreiben wollen statt die ihm eigene              Motivation zu fördern.

Führungskräfte haben dann motivierte Mitarbeiter, wenn sie ihnen Rahmenbedingungen anbieten, die ihre intrinsische Motivation aktivieren. Das sind im Wesentlichen:

-          Dem Mitarbeiter die für ihn passende Aufgabe geben,

-          Freiräume für die Gestaltung der Aufgabe und der Lösungen lassen,

-          eine fordernde und zugleich vertrauensvolle Haltung einnehmen,

-          neben Kritik auch Anerkennung geben.

Im Oktober 2013                   Johann Schweißgut, Diplom-Psychologe

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Mitarbeitermotivation